Ergänzung der Nahrung mit Nukleotiden

Nachdem wir im letzten Abschnitt „Die Wissenschaft der extrem grossen Zahlen“ die unglaublich grosse Anzahl Zellen dargestellt haben, die der Körper ständig ersetzen, reparieren oder regenerieren muss und die dazu benötigte Menge an Nukleotiden berechnet haben, kommen wir nun zu der Frage, woher diese Nukleotide stammen.

Für den menschlichen Körper gibt es vier Quellen an Nukleotiden, die er für die Zellregeneration benötigt:

  • Körpereigene Biosynthese aus Aminosäuren und Glucose
  • Wiederverwertung der DNS und RNS von abgestorbenen Zellen ("Salvage pathway")
  • Aufnahme aus der Nahrung
  • Aufnahme über Nahrungsergänzungsmittel
     

Nukleotide aus der Nahrung

Viele Zellen des Körpers können den Bedarf an Nukleotiden über körpereigene Biosynthese oder Recycling ("Salvage pathway") decken, aber es gibt Zellen, die Nukleotide ausschliesslich über Nahrungsquellen beziehen.

Zellarten, die vom Nachschub an Nukleotiden aus der Nahrung angewiesen sind:

  • Zellen der Darmschleimhaut (intestinale Mukosazellen)
  • Gesundheitsfördernde Bakterien im Darmtrakt (z. B. Bifidobakterien)
  • Weisse Blutzellen des Immunsystems (vor allem Lymphozyten)
  • Rote Blutkörperchen (Erythrozyten)
     

All diese Zellen haben eine kurze Lebensdauer und müssen sehr schnell ersetzt werden. Viele Faktoren, z. B. Lebensstil, Gesundheitsstatus und Stress beeinflussen, wie schnell unser Körper neue Zellen benötigt, um ihn gesund zu erhalten und zu gewährleisten, dass die biologischen Prozesse effizient ablaufen. Unter körperlichen Bedingungen mit hohem Zellumsatz (z. B. körperliche Anstrengungen, Stress und Infektionen) ist es für den Körper effizienter Nukleotide aus der Nahrung zu beziehen, weil für die eigene Herstellung und das Wiederverwerten der körpereigenen Nukleotide sehr viel metabolische Energie erforderlich ist. In Wissenschaftskreisen werden Nukleotide deshalb häufig als „bedingt-essenzielle“ Nährstoffe bezeichnet. Das bedeutet, dass Nukleotide aus der Nahrung unter gewissen Bedingungen esseziell werden, also nicht mehr in ausreichendem Mass selbst produziert werden.

Der Mangel an Nukleotiden der heutigen Nahrung

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Aufnahme von Nukleotiden über die Nahrung stark verändert. Wenn wir noch weiter in die Zeit vor der Industrialisierung der Landwirtschaft zurückgehen sind die Unterschiede sogar noch grösser. Im Rahmen einer Untersuchung wurde der gesamte Nukleotidgehalt (Erwachsenenportion) verschiedener Nahrungsmittel laboranalytisch ermittelt (Bild 1). Die Resultate zeigen dramatische Unterschiede bei Nukleotid-Gehalten von Fleisch und pflanzlicher Nahrung. In pflanzlicher Nahrung sind die Nukleotid-Gehalte grundsätzlich deutlich geringer als bei Fleisch. Aber auch beim Fleisch selbst sind deutliche Unterschiede erkennbar Die höchsten Nukleotid-Gehalte wurden in Fleisch gefunden, das heute nur noch wenig auf unseren Tellern zu finden ist, wie Leber, Niere und Kutteln. Deshalb kann es sinnvoll sein, die tägliche Ernährung mit Nukleotiden zu ergänzen.

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Bild 1:
Die Resultate zeigen drastische Unterschiede im Nukleotid-Gehalt. Die höchsten Gehalte findet man in als qualitativ minderwertiger angesehenen Fleischprodukten, das heute nur noch selten auf unserem Teller zu finden ist.
Quelle: Chemoforma/ProBIO AG.
 

Nicht alle Nukleotide sind gleich!

Viele Lebensmittel der modernen Nahrung können trotz akzeptablem Nukleotid-Gehalt nicht das notwendige Spektrum an Purinen und Pyrimidinen liefern, um eine optimale externe Zufuhr zu gewährleisten. Nur Nahrungsergänzungsmittel der Pro Bio AG enthalten balancierte, bedarfsgerechte Zusammensetzungen aller notwendigen Nukleotide. Diese besitzen zudem eine ausserordentlich hohe biologische Verfügbarkeit und wirken daher sehr effektiv, um Versorgungsdefizite an Nukleotiden auszugleichen.


This information is taken from the ground-breaking educational publication, “Putting you completely in the picture” – an introduction to nucleotides, created in partnership with our UK distributors.

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